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Gesundes Fasten: Einfacher, als du denkst

Ernährung

Wenn du regelmäßig fastest, tust du deiner Gesundheit etwas Gutes. Da dein Körper keine Verdauungsarbeit leisten muss, kann er sich darauf konzentrieren, kaputte Zellen zu reparieren. Durch das Fasten kannst du wieder gesund werden, gewinnst neue Energie und verlierst überflüssige Pfunde. Doch es gibt einiges zu beachten, wenn es um gesundes Fasten geht. Mehr dazu erfährst du in diesem Blogartikel. 

Wie funktioniert gesundes Fasten?

Beim Fasten nimmst du für einen gewissen Zeitraum keine feste Nahrung zu dir. Dafür trinkst du mehr als sonst und führst deinem Körper Nährstoffe in Form von Gemüsebrühe oder Säften zu. Auch Kräutertee und Wasser werden in großen Mengen getrunken. Nur wenn du genügend trinkst, kann dein Körper Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper schwemmen.

Doch was passiert eigentlich, wenn dein Körper keine Nahrung mehr bekommt? Er nutzt die Nährstoffe, die in ihm gespeichert sind, beispielsweise Fettreserven, eingelagerte Kohlenhydrate und Eiweiß. Statt Energie in die Verdauung investieren zu müssen, hat er nun Zeit, angesammelte Giftstoffe abzubauen und auszuspülen.

Unser Körper ist jeden Tag damit beschäftigt, uns von Schlacken und Giftstoffen zu befreien. Wenn du genügend trinkst, kannst du ihn dabei unterstützen. Dies ist übrigens auch im Alltag sinnvoll. Vergiss nicht, dass unser Körper zu 80 Prozent aus Wasser besteht. Oftmals verwechseln wir Hunger mit Durst. Trink ein Glas Wasser, wenn du das nächste Mal Heißhunger auf etwas verspürst.

Gesundes Fasten: Die Vorteile

Wenn du fastest, stärkst du dein Immunsystem und sorgst für eine stabilere Darmfunktion. Fasten kann nicht nur chronische Beschwerden lindern, sondern auch die Blutfettwerte senken. Zudem sorgt es für eine straffere Haut und Gewichtsverlust. Die Bandscheiben und Gelenke werden entlastet und dein Geschmacks- und Geruchssinn wird sensibilisiert.

Neben den physischen Verbesserungen profitierst du durch gesundes Fasten auch von einer erhöhten geistigen Klarheit und mehr Energie. Deine Durchblutung verbessert sich und du fühlst dich entspannt und erholt. Fasten kann dir dabei helfen, mehr innere Balance und Ausgeglichenheit zu bekommen.

Zugegeben: Die ersten drei Tage sind schwierig. Du wirst wahrscheinlich großen Hunger haben und bedingt durch die Entgiftungserscheinungen einige Nebenwirkungen haben. Wenn du diese Phase jedoch durchhältst, winkt das sogenannte Fastenhoch. Es stellt sich meistens nach drei Tagen ein und kommt daher, dass dein Körper nun vermehrt Serotonin ausschüttet. Gleichzeitig wird das Stresshormon Kortisol reduziert.

Gesundes Fasten: Was du im Vorfeld beachten solltest

Wenn du noch nie gefastet hast, kannst du beispielsweise ein spezielles Fasten-Retreat besuchen. Möchtest du es auf eigene Faust machen, lohnt sich vorher ein Check-up bei deinem Hausarzt. Es gibt auch spezielle Fastenärzte, die dich im Vorfeld beraten können. In einer Fastenklinik bist du in rundum professionellen Händen. Dort wird im Vorfeld ein individuell auf dich zugeschnittener Fastenplan erstellt. Dieser besagt, wie lange und intensiv du fasten sollst.

Wie lange solltest du fasten?

Je nach Methode gibt es verschiedene Vorgaben. Wenn du zum ersten Mal fastest, solltest du mit maximal fünf Tagen beginnen. Je mehr Erfahrung du mit dem Fasten hast, desto intensiver können die einzelnen Fastenkuren werden. Gängig sind Zeiträume zwischen einer und vier Wochen, wobei letztere unter fachkundiger Aufsicht stattfinden sollten.

Gesundes Fasten in drei Phasen

Gesundes Fasten lässt sich in drei Phasen unterteilen. Diese solltest du zwingend einhalten, damit du deinen Körper an den Nahrungsstopp gewöhnst. Im Anschluss an die Fastenkur sorgst du dafür, dass deine Verdauungssäfte wieder ihre Arbeit aufnehmen können, ohne dass dein Körper überfordert wird. 

  1. Entlastungsphase
  2. Entschlackungsphase
  3. Fastenbrechen und Aufbauphase

1. Entlastungsphase

In der ersten Phase stellst du deine Ernährung allmählich um. Verzichte auf Alkohol, Nikotin und Kaffee. Auch zuckerhaltige Süßigkeiten solltest du aus deinem Speiseplan streichen. Sorge für Entspannung und trinke mindestens drei bis vier Liter am Tag. Nimm am besten Wasser oder ungesüßten Tee zu dir. Auch Brühe und Saft sind erlaubt, wenn du zu ungesüßten Direktsäften greifst. Noch besser ist es, wenn du dir deine eigenen Säfte mit einem hohen Gemüseanteil machst. Mehr zur Auswahl des richtigen Entsafters findest du hier.

Gehe langsam zu weniger Essen und mehr Trinken über. Drei bis vier Liter Flüssigkeit pro Tag sind essentiell, damit dir die Umstellung gelingt. Wahrscheinlich fühlst du dich schwach, hast schlechte Laune, bist kälteempfindlich und hast Kopfschmerzen. Auch Mundgeruch kann auftreten, der sich aber nach der Entlastungsphase wieder gibt. Wichtig ist, dass du durchhältst und dir bewusst machst, dass dein Körper gerade intensiv entgiftet.

2. Entschlackungsphase

Du leitest diese Phase ein, indem du nur noch Flüssigkeit zu dir nimmst. Das bedeutet, dass du deinen Bedarf an Nährstoffen ausschließlich darüber deckst. Gleichzeitig führst du Einläufe durch oder nimmst Glaubersalz zu dir, um die Ausscheidung zu unterstützen. Fetteinlagerungen, die dein Körper nicht braucht, werden ebenso ausgeschieden wie Giftstoffe. Die Nebenwirkungen der Phase 1 lassen allmählich nach und du fühlst dich wieder fitter und energiegeladener. Erlaubt sind Wasser, Obst- und Gemüsesäfte, Brühe und Früchte- oder spezielle Fasten-Tees.

3. Fastenbrechen und Aufbauphase

Du stoppst die Einläufe oder das Glaubersalz und kehrst allmählich zur Normalität zurück. Während deiner Fastenzeit musste dein Körper nichts verdauen. Ideal zum Fastenbrechen sind leichte, fettarme Speisen. Wenn du stattdessen beispielsweise eine Pizza essen würdest, könntest du Magenkrämpfe und Probleme mit deinem Kreislauf bekommen. Ein frisches Stück Obst oder Gemüse hingegen kann nach den Tagen ohne Nahrung wie das beste Sterne-Menü schmecken.

Eine geeignete Mahlzeit zum Fastenbrechen ist beispielsweise eine Gemüsebrühe, ein roher Apfel und eine Möhre. Vermeide in jedem Fall Koffein, Alkohol, Nikotin, Fett und Zucker, da du deinen Körper damit überfordern würdest. Dein Körper arbeitet nach dem Fasten erst einmal langsamer. Nimm dir viel Zeit für die Mahlzeiten und kaue sorgfältig. Das Fasten eignet sich ideal, um danach langfristig gesunde Essgewohnheiten zu etablieren.

Ist gesundes Fasten für jeden möglich?

Fasten schwächt den Körper und kann ohne ärztliche Aufsicht riskant sein, wenn du beispielsweise Depressionen oder andere psychische Störungen hast. Bei starkem Übergewicht kann ein unerwünschter Jojo-Effekt auftreten. Auch sehr junge oder alte Menschen sollten auf das Fasten verzichten. Wenn du vor kurzem schwer krank warst oder eine sehr stressige Zeit hast, ist vom Fasten ebenfalls abzuraten. Selbstverständlich kommt Fasten auch dann nicht in Frage, wenn du schwer krank bist, schwanger bist, ein Kind stillst oder an einer Essstörung leidest.

Auszug verschiedener Fasten-Methoden

Basen-Fasten: Hier führst du deinem Körper ausschließlich basische Lebensmittel wie Obst, Salat und Gemüse zu. Zusätzlich trinkst du mindestens drei Liter Wasser pro Tag. Durch Basen-Fasten kannst du bis zu drei Kilo in einer Woche verlieren. Hier findest du mehr zu den gesundheitlichen Vorteilen basischer Ernährung.

Heilfasten nach Buchinger: Diese Methode ist weit verbreitet. Du isst überhaupt keine feste Nahrung und nimmst stattdessen sehr viel Flüssigkeit zu dir.

Intermittierendes Fasten: Perioden mit normaler Nahrungsaufnahme wechseln sich mit Fastenzeiten ab. Mehr zu dieser alltagstauglichen Variante des Fastens findest du hier.

Schroth-Kur: Bei dieser Variante des Fastens darfst du 700 Kalorien am Tag zu dir nehmen. Diese müssen jedoch aus einer fettfreien, salzarmen Nahrung stammen. Bei der Schroth-Kur variiert die tägliche Flüssigkeitszufuhr. Es gibt Trockentage, die mit einem Liter auskommen, und Trinktage, an denen du drei Liter Wasser zu dir nimmst.

Fazit

Es lohnt sich, wenn du dir regelmäßig Fastenzeiten gönnst. Du kannst diese mit leichten körperlichen Betätigungen, Yoga und Meditation unterstützen. Alltagstaugliche Methoden sind insbesondere das Basen-Fasten sowie das Intermittierende Fasten. Wichtig ist, dass du dich von den Entgiftungserscheinungen nicht entmutigen lässt, sondern diese als Ansporn nimmst, die Fastenkur durchzuhalten. Du wirst von besserer Gesundheit, einem strahlenden Aussehen und einem höheren Energie-Niveau belohnt werden. 

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ester Diemer
    9. Juli 2019 12:15

    Danke für die ermunternden Worte zum Fasten! Ich habe schon länger überlegt ob das Heilfasten nicht etwas für mich wäre. Die Entlastungsphase stelle ich mir aktuell am kompliziertesten vor, deswegen bin ich dankbar dafür, dass Sie da so detailliert berichten. Ich denke vor allem die drei bis vier Liter Wasser am Tag würden schon einiges an Umstellung erfordern.
    https://www.fasten-gesundsein.de/fasten-ostsee/

    Antworten
    • Liebe Ester! Die Entlastungsphase ist auf jeden Fall sehr wichtig, um den Körper auf die Fastenzeit vorzubereiten. Und das viele Trinken hilft in jedem Fall! Ganz viel Erfolg und Durchhaltevermögen! Beste Grüße, Sandra

      Antworten

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