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Wieso es sinnvoll ist, Kaffee durch Matcha zu ersetzen

Anleitung, Ernährung

Du liebst Kaffee und kannst dir nicht vorstellen, ohne Koffein durch den Tag zu kommen? Kein Wunder, besitzt die geröstete Kaffeebohne doch mehr als 800 Aromastoffe. Es gibt eine äußerst gesunde Alternative, die einen adäquaten Ersatz darstellt: Matcha. Das leuchtend grüne Pulver aus gemahlenem Grüntee besitzt ebenfalls Koffein, hat darüber hinaus aber eine Vielzahl weiterer gesunder Inhaltsstoffe.

Wie dein Körper auf Kaffee reagiert

Wenn du Kaffee trinkst, produziert dein Körper Adrenalin und versetzt dich somit in eine Stress-Situation. Deine Muskeln spannen sich an, dein Puls und deine Atmung beschleunigen sich und auch der Blutzuckerspiegel erhöht sich. Dies kann dir zwar kurzfristig zu mehr Energie verhelfen, aber sobald das Adrenalin abflaut, fühlst du dich eventuell müde, erschöpft oder gereizt. Auch Kopfschmerzen können auftreten.

Durch den Anstieg des stimulierenden Hormons kommt es zu einer Reduktion des Neurotransmitters Serotonin. Dieser wirkt auf unseren Körper beruhigend. Viele Menschen treten erneut den Gang zur Kaffeemaschine an, sobald die Wirkung nachlässt. Wenn du jedoch permanent Kaffee trinkst, setzt du deinen Körper einer körperlichen Stresssituation aus. Mit der körperlichen Abhängigkeit von Koffein können unter anderem Stimmungsschwankungen, Depressionen, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Erschöpfung einhergehen.

Die negativen Folgen von Kaffeekonsum

Damit du diese unangenehmen Begleiterscheinungen umgehst, musst du immer mehr Kaffee zuführen, um ein Hoch zu erreichen. Wie bei anderen Drogen entwickelt dein Körper eine Toleranzgrenze. Wenn du viel Kaffee getrunken hast und damit aufhörst, kann es passieren, dass du Entzugserscheinungen verspürst. Vielleicht bekommst du Kopfschmerzen, bist leicht reizbar oder fühlst dich erschöpft.

Übrigens kann bereits eine Menge von einer Tasse täglich ausreichen. Das Gute ist, dass die Entzugserscheinungen in der Regel nach ein bis zwei Wochen verschwunden sind. Du kannst den Entgiftungsprozess unterstützen, indem du die Koffeinzufuhr schrittweise reduzierst und genügend Nährstoffe zu dir nimmst, beispielsweise mit einer rohköstlichen Ernährung. Mehr zu diesem spannenden Thema findest du hier.

Koffein wirkt bei jedem anders

Koffein wirkt bei jedem Menschen unterschiedlich. In der Regel wirst du 15 bis 30 Minuten nach dem Genuss einer Tasse Kaffee einen aufmunternden Effekt verspüren. Dieser kann bis zu mehreren Stunden anhalten, je nachdem, wie lange dein Körper braucht, um das Koffein abzubauen. Wenn du eine Frau bist, kann es sein, dass das Koffein doppelt so lange wirkt wie bei Männern. Letztere wiederum werden vom Kaffee wacher.

Während Kaffee bei dem einen die Verdauung anregt, kann es anderen auf den Magen schlagen. Wenn du empfindlich bist, können die enthaltenen Bitterstoffe deine Magenschleimhaut angreifen. Wie gut du Kaffee verträgst, hängt auch davon ab, wie lange die Bohnen geröstet wurden, welche Kaffeeart verwendet wird und wie er zubereitet wird. Für Espresso werden die Bohnen beispielsweise länger geröstet. Dadurch können mehr Säuren abgebaut werden, was sich positiv auf die Bekömmlichkeit auswirkt.

Warum Matcha die bessere Alternative ist

Matcha ist der Klassiker, wenn es darum geht, eine anregende Wirkung zu erzielen. In einer Schale Matcha-Tee ist in etwa so viel Koffein enthalten wie in einem Espresso. Wir vertragen es jedoch viel besser, weil es an die Gerbstoffe des Tees gebunden ist. Im Kaffee hingegen ist es isoliert. 

Gleichzeitig enthält Matcha auch sehr viel L-Theanin – eine Aminosäure, die beruhigend wirkt und den aufputschenden Effekt des Koffeins deutlich abmildert. Der pulverisierte Grüntee enthält zellschützende Antioxidantien. Dem Getränk wird nachgesagt, das Herz zu schützen und Krebserkrankungen als auch Alzheimer vorzubeugen. Bei Matcha solltest du in gute Qualität investieren und dich mit der Zubereitung vertraut machen. Du erkennst hochwertigen Matcha an seiner leuchtend grünen Farbe und dem leicht süsslichen, komplexen Geschmack.

Zwei wichtige Sorten: Tencha und Gyokuro

In der traditionellen chinesischen Medizin wurde Matcha als Heilmittel eingesetzt. Zur Herstellung von Matcha werden in Japan lediglich die beiden Grünteesorten Tencha und Gyokuro verwendet. Für die aufwendige Herstellung des Tencha Matchas werden nur nur die zartesten, obersten Sprossen geerntet. Dieser Tee ist extrem selten und überwiegend in Japan zu bekommen. Es gibt eine Vielzahl an Matcha-Sorten auf dem Markt, die in punkto medizinischer Wirkung und Geschmack jedoch zu wünschen übrig lassen.

Matcha steckt voller wertvoller Inhaltsstoffe

Matcha wird aus voll beschatteten Teeblättern hergestellt, da diese mehr Chlorophyll enthalten. Unser Körper benötigt Chlorophyll, um neue Blutzellen aufzubauen und das Immunsystem zu stärken. Es kann zudem Entzündungen hemmen und entgiftend wirken. Um 30 Gramm Matcha herzustellen, ist eine Stunde Arbeitsaufwand nötig. Da das komplette Teeblatt zu Pulver vermahlen wird, profitierst du von einem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen.

Matcha ist voller Beta-Carotin, welches wir für unsere Augen, die Schleimhäute und den Stoffwechsel benötigen. Darüber hinaus profitieren wir von den im Matcha enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Diese halten Schadstoffe von unseren Körperzellen fern und wirken als Radikalfänger. Auch der ORAC-Wert des Grüntees ist beträchtlich. Damit wird die antioxidative Kapazität eines Lebensmittels bezeichnet.

Wie du die passende Qualität findest

Matcha in Teezeremonie-Qualität ist am teuersten und in Deutschland nur schwer erhältlich. Achte auf Bezeichnungen wie Ceremonial Grade, Super Premium, Silver, Gold und Platin. Wenn du den grünen Tee täglich genießt, kannst du auf die etwas günstigere Premium-Qualität zurückgreifen. Bei Matcha in Weiterverarbeitungs-Qualität kommen ältere, kräftigere Teeblätter zum Einsatz, die intensiver schmecken. Du kannst jedoch davon ausgehen, dass dieses Güntee-Pulver von minderwertiger Qualität ist.

Wie du Matcha zubereitest

Du benötigst:

  • Matcha von hochwertiger Qualität
  • Bambusbesen, auch Chasen genannt
  • ggf. Bambusspatel (Chashaku), alternativ einen Teelöffel
  • Matcha-Schale, alternativ ein kleines Müslischälchen
  • Ein Tee-Thermometer

Zubereitung:

  1. Siebe den Matcha, um Klümpchen zu vermeiden
  2. Gib zwei Bambusspatel oder alternativ einen Teelöffel des Pulvers in deine Teeschale
  3. Gieße nun circa 100 ml Wasser dazu. Es sollte 75 Grad heiß sein.
  4. Feuchte den Bambusbesen kurz an und schlage ihn aus lockerem Handgelenk rasch vorwärts und rückwärts, idealerweise in einer W-förmigen Bewegung.
  5. Wenn der Tee gleichmäßig cremig ist, kannst du aufhören zu schlagen.
  6. Du kannst den Bambusbesen nun vorsichtig am Rand des Schaums entlangführen, damit dieser in der Mitte höher steigt.

Wie du Matcha aufbewahrst

Das teure Grünteepulver ist sehr empfindlich. Bewahre es am besten im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter auf. Somit kann der Matcha weder austrocknen, noch Gerüche annehmen. Wenn du die Packung geöffnet hast, bleibt er etwas 3 bis 4 Wochen frisch. Lasse Matcha niemals in der Sonne stehen, da dadurch ein Großteil der Wirkstoffe zerstört werden würde. Im Herbst und Winter kannst du ihn auch in der traditionellen Lackdose aufbewahren. Wie bei Obst und Gemüse gilt, dass die Wirkung umso besser ist, je frischer du ihn verzehrst.

Fazit

Wie immer kommt es auf die richtige Balance an. Wenn du gelegentlich einen Filterkaffee, Cappuccino, Latte Macchiato oder andere Kaffeespezialitäten genießt, wird dein Körper gut damit umgehen können. Wenn du den Arbeitstag jedoch nur aufgrund von Kaffee überlebst, solltest du dir Gedanken machen und über eine Alternative und einen schrittweisen Kaffee-Entzug nachdenken. Matcha ist äußerst bekömmlich und hat einen hervorragenden Geschmack. Du könntest die Zubereitung auch mit einem kleinen Achtsamkeitsritual verbinden und dir so jeden Tag einen bewussten Moment Entspannung gönnen. Du suchst noch das passende Frühstück zu deinem Matcha? Wie wäre es mit einem leckeren Keimster Müsli mit karamellisierten Bananen? Hier findest du das passende Rezept.

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