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Hast du schon mal was von Kakaonibs gehört? Die unscheinbaren braunen Stückchen stammen aus geschälten und zerbrochenen Kakaobohnen und stecken voller Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Auch wenn der herbe Geschmack auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig ist, lohnt es sich, das Superfood in deine tägliche Ernährung zu integrieren. In diesem Blogartikel erfährst du, was Kakaonibs sind, weshalb sie so gesund sind, wie sie hergestellt werden und vieles mehr.  

Was sind Kakaonibs?

Kakaonibs werden aus Rohkakao hergestellt und besitzen deshalb Rohkostqualität. Nach der Ernte erfolgt die Säuberung und die Befreiung von der braunen Schale. An sich ist die Kakaobohne nicht braun, sondern weiß. Nun wird sie fermentiert, wofür sie in Bananenblätter eingewickelt und maximal eine Woche lang in großen Kisten gelagert wird. Dieser Gärungsprozess spielt bei der späteren Verarbeitung eine wichtige Rolle. Das restliche Fruchtfleisch verdampft und die Kakaobohne beginnt zu keimen. Durch die Hitze von maximal 45 Grad sterben die Keime jedoch wieder komplett ab und die Kakaobohnen entwickeln ihre charakteristische braune Farbe.

Sobald die Fermentierung zu Ende ist und sichergestellt wurde, dass keine Keime vorhanden sind, erfolgt die Trocknung der Kakaobohnen bei höchstens 45 Grad. Während dieses Vorgangs werden sie mehrmals gewendet. Durch die niedrige Temperatur wird gewährleistet, dass die Kakaonibs später als Rohkost gelten und ihre gesunden Eigenschaften behalten. Sobald die Kakaobohnen trocken sind, werden sie vorsichtig in kleine Splitter zerbrochen – fertig sind die fein-herben Kakaonibs. Wie du siehst, ist die Herstellung von Kakaonibs recht aufwendig. Zusätzlich zum langen Transportweg nach Deutschland ist dies der Hauptgrund, weshalb Kakaonibs relativ teuer sind.

Warum sind Kakaonibs so gesund?

Kakaonibs enthalten zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Nachfolgend erhältst du einen Ausschnitt aus den wichtigsten Eigenschaften von Kakaonibs.

Kakaonibs enthalten viel Kalzium

Kalzium benötigt unser Körper für gesunde Knochen und Zähne. Der Nährstoff muss täglich mit der Nahrung aufgenommen werden und ist umso wichtiger, wenn du dich vegan ernährst und auf Milchprodukte verzichtest. In 100 g Kakaonibs stecken 160 mg Kalzium, das ist mehr, als in 100 ml Milch enthalten ist. Hier beträgt der Kalziumanteil lediglich 125 mg.

Magnesium

Magnesium sorgt dafür, dass deine Knochen gesund wachsen können. Zudem wirkt sich das Spurenelement positiv auf dein Blutbild aus und wirkt krampflösend. Es ist deshalb nur positiv, wenn du schon am frühen Morgen deinen Magnesiumspeicher auffüllst. Dies geht ganz einfach, indem du dir leckere Kakaonibs über dein Müsli streust.

Ballaststoffe

Mit etwa 23 g Ballaststoffen auf 100 g zählen Kakaonibs zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln. Weshalb diese so wichtig sind, erfährst du hier. Ballaststoffe sorgen dafür, dass du lange satt bleibst und können dir beim Abnehmen helfen. 

Antioxidantien

Antioxidantien schützen dich vor freien Radikalen und können alterungsbedingten Erkrankungen vorbeugen.

Anandamid

Das in Kakaonibs enthaltene Anandamid ist ein körpereigenes Endorphin, das immer dann ausgeschüttet wird, wenn du glücklich bist. Du kennst den Effekt von Schokolade. Oftmals verbessern sich nach dem Genuss deine Laune und dein Wohlbefinden. Dies ist auch bei Kakaonibs der Fall.

Tryptophan

Tryptophan ist eine wichtige Aminosäure, die dein Körper für die Bildung von Serotonin benötigt. Dieser Stoff macht dich weniger anfällig für Stimmungsschwankungen und beugt Stress und Angstzuständen vor. 

Spurenelemente

Kakaonibs enthalten viele wertvolle Spurenelemente, unter anderem Eisen, das dein Körper für die Blutbildung braucht. Chrom hilft dabei, den Blutzucker zu regulieren, während Kupfer und Zink das Immunsystem, die Leber und die Bauchspeicheldrüse unterstützen. 

PEA

PEA steht für Phenylethylamin. Du kennst diesen chemischen Botenstoff vom Zustand der Verliebtheit. Wenn du frisch verliebt bist, geht es dir gut, du bist entspannt und glücklich. Kakaonibs enthalten neben PEA viel Kalzium, eine ausgezeichnete Kombination, die in deinem Körper wie ein natürlicher Appetitzügler wirkt. 

Salsolinol

Kakaonibs werden aufgrund dieses wertvollen Inhaltsstoffs antidepressive Eigenschaften nachgesagt. Das Alkaloid wirkt sich positiv auf deine Psyche aus, weil es das Glückshormon Dopamin ausschüttet. 

Theobromin

In Kakaonibs steckt ein Nährstoff mit anregender Wirkung. Zwar ist diese nicht so stark wie Koffein, dennoch wirkt sie sich auf dein Nervensystem aus und kann im Falle einer Überdosierung dazu führen, dass dir schwindlig wird, du launisch, hyperaktiv oder schlaflos bist. 

Worauf solltest du beim Kauf von Kakaonibs achten?

Kakaonibs findest du mittlerweile in vielen Supermärkten, in jedem Fall jedoch im Bioladen und Reformhaus. Aber auch in Onlineshops gibt es hochwertige Kakaonibs, beispielsweise hier. Greife nach Möglichkeit zu Bioware in Rohkostqualität, damit dein Körper auch wirklich von den wertvollen Inhaltsstoffen der Kakaonibs profitiert. Je nach Kakaobohne und Hersteller unterscheidet sich der Geschmack von Kakaonibs. Übrigens solltest du nicht an Schokolade denken, wenn du Kakaonibs zum ersten Mal verzehrst. Mit süß hat der Geschmack nämlich nichts zu tun, eher mit herb und leicht bitter sowie einer angenehmen Kakaonote im Abgang.

Geschichte des Kakaobaums

Es ist geschichtlich nicht genau belegt, seit wann der Kakaobaum vom Menschen genutzt wird. Das erste historische Relikt stammt aus Honduras. In einem auf etwa 1.000 Jahre vor Christus datierten Gefäß wurden Reste eines alkoholischen Getränks gefunden, das aus der Kakaofrucht hergestellt wurde. Es wird vermutet, dass die Ureinwohner zwar etwas mit den zuckerhaltigen Kakaofrüchten, aber nicht mit den Kakaobohnen anfangen konnten. 

Seit dem 14. Jahrhundert gibt es in Südamerika Kakaobäume. Die Azteken waren das erste indigene Volk, dass den Wert der Kakaobohnen zu schätzen wusste und das braune Gold als Zahlungsmittel eingesetzt hat. Sie verwendeten die Kakaobohne aber auch als Opfergabe für die Götter, was dem Kakaobaum später vom Botaniker Carl von Linné den Namen „Theobroma“ einbrachte, „Speise der Götter“. Die Azteken brauten aus den Kakaobohnen und Gewürzen das Getränk Xocólatl, das als äußerst gesund galt. Es hatte mit der heute beliebten heißen Schokolade jedoch nicht das geringste gemein, da es bitter und herb schmeckte.

Im Jahr 1519 wurde der Kakao von spanischen Eroberern von Mexiko nach Europa gebracht und verbreitete sich von dort aus überall auf der Welt. Nachdem der Kakaobaum zunächst nur in Ecuador und Venezuela kultiviert wurde, wurde er im 17. Jahrhundert auch in Brasilien angebaut. Danach dauerte es ein weiteres Jahrhundert, bis der Kakaobaum in der Karibik kultiviert wurde. Um 1900 zählten die Inseln São Tomé und Príncipe in Zentralafrika zu den weltweit größten Produzenten von Kakao. 

Welche Eigenschaften hat ein Kakaobaum?

Im kalten Deutschland fühlt sich der Kakaobaum nicht wohl. Er wächst ausschließlich in tropischen Gebieten und trägt das ganze Jahr über Früchte. Mit seinem schmalen Stamm und der glatten Struktur der Blätter, die wie ein Schwert aussehen, zählt der Kakaobaum zu der Gruppe der Unterhölzer. Der lichtempfindliche Baum benötigt beim Anbau in Plantagen stets höher gewachsene Bäume, die ihm Schatten spenden. Oftmals wird der Kakaobaum deshalb zusammen mit Bananenstauden, Kokospalmen und Mangobäumen angebaut. Ein wilder Kakaobaum kann bis zu 15 Meter hoch werden. 

Beim Anbau in Plantagen wird das Wachstum bei sechs Metern gestoppt. Dies schützt den empfindlichen Baum vor Windböen und trägt zu einer leichteren Ernte bei. Bestäubt wird er nicht von Bienen, sondern von Mücken. Wer einen Kakaobaum pflanzt, muss geduldig sein: Erst nach fünf Jahren trägt er die ersten Blüten, aus denen kleine Kakaofrüchte entstehen. Weitere sieben Jahre vergehen, bis ein Kakaobaum eine volle Ernte liefert. Eine Kakaofrucht ist ein echtes Schwergewicht. Sie kann bis zu 30 cm lang werden und ein halbes Kilo wiegen. Wenn du sie halbierst, findest du darin ungefähr 50 braune Kakaobohnen, die von hellem Fruchtfleisch umgeben sind.

Fazit

Wie du nun weißt, sind Kakaonibs äußerst gesund. Wenn du dich erstmal an den herben Geschmack gewöhnt hast, wirst du die knusprige Konsistenz im morgendlichen Müsli nicht mehr missen möchten. Zwar enthalten 100 g Kakaonibs knappe 600 kcal, die sich auf 52 g Fett, 12 g Proteine und 6 g Kohlenhydrate aufteilen, aber da du ohnehin nicht mehr als ein bis zwei Esslöffel pro Tag zu dir nimmst, ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Kakaonibs eignen sich ideal zum Backen oder zum Verfeinern von nahrhaften Energiebällchen oder Müsliriegeln. In einer bunten Smoothie-Bowl aus pürierten Früchten stellen sie ein dekoratives und nährstoffreiches Topping dar. 

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • klaus-lampert
    21. Juni 2019 13:36

    Frage, wie sieht es denn mit der Haltbarkeit aus? Wie lagere ich sie am besten … auf was muss ich achten bzw. wie stelle ich fest, dass sie nicht mehr gegessen werden können?

    Antworten
    • Lieber Klaus,

      Kakaonibs sind nahezu unbegrenzt haltbar, solange du sie kühl und trocken lagerst. Am besten vertraust du deinem Geschmack – sollten sie ranzig oder auf andere Weise seltsam schmecken, würde ich sie nicht mehr verwenden.

      Beste Grüße
      Sandra

      Antworten

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