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Pflanzendrinks: Leckere vegane Alternativen zu Kuhmilch

Ernährung

Du liebst deinen Cappuccino mit cremigem Milchschaum und kannst dir gar nicht vorstellen, wie das ohne Kuhmilch möglich sein soll? Vielleicht leidest du auch an einer Laktoseintoleranz und dein Körper hat Probleme, den in der Milch enthaltenen Milchzucker zu verarbeiten. Immer mehr Menschen legen Wert auf eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Pflanzendrinks sind die perfekte Alternative zu Kuhmilch und bieten jede Menge Abwechslung und Genuss. In diesem Blogartikel erfährst du, welche Pflanzendrinks es gibt, wodurch sich diese auszeichnen und wie du sie ganz einfach selbst herstellen kannst. Grundsätzlich sind die meisten gekauften Pflanzendrinks etwa fünf Tage haltbar, während die selbst gemachte Variante innerhalb von ein bis drei Tagen verzehrt werden sollte. 

Wie werden Pflanzendrinks hergestellt?

Wenn du auf die Zutatenliste von Pflanzendrinks schaust, entdeckst du meistens nur wenige Zutaten. Als Grundlage dienen entweder Hülsenfrüchte, Getreide, Pseudogetreide, Nüsse oder Ölsamen. Darüber hinaus sind Wasser, manchmal Öl, Salz und Süßungsmittel enthalten. Für Pflanzendrinks wird zunächst der Hauptbestandteil, beispielsweise Hafer, in Wasser eingeweicht und feucht vermahlen. Manche Pflanzendrinks bestehen auch aus trocken vermahlenen Zutaten, die anschließend mit Wasser vermischt werden. Diese Mischung wird nun gekocht und manchmal fermentiert, wodurch sich die enthaltene Stärke zu Zucker abbauen kann. Nach der Filtrierung wird die wässrige Lösung geschmacklich abgerundet. Der letzte Schritt ist die Homogenisierung oder die Hocherhitzung, um die Haltbarkeit zu verlängern. 

Können Pflanzendrinks wie Kuhmilch verwendet werden?

Pflanzendrinks erinnern nicht nur optisch an Kuhmilch, sondern können für alles verwendet werden, wofür du diese sonst benutzen würdest. Du kannst damit Pudding kochen, Kuchen backen, Milchreis zubereiten, dir ein leckeres Müsli übergießen, Smoothies und Eiweißshakes herstellen oder sie einfach pur oder im Kaffee genießen. Es lohnt sich, verschiedene Marken und Sorten durchzuprobieren, bis du deinen Favoriten findest. Zu Kaffee passt beispielsweise Hafer- oder Cashewmilch hervorragend. Auch Sojamilch mit Vanille eignet sich zur Zubereitung eines Vanille Latte Macchiatos oder eines Cappuccinos. Sojamilch und Hafermilch lassen sich hervorragend aufschäumen. 

Sojadrink

Sojadrink ist wohl der geläufigste Pflanzendrink und lässt sich vielseitig verwenden. Er wird häufig zum Backen verwendet, da er durch das enthaltene Lecithin gute Backeigenschaften aufweist. Darüber hinaus lässt sich aus Sojamilch ein cremiger Milchschaum zubereiten. Du bekommst Sojamilch mittlerweile in jedem Supermarkt und Discounter. Wer mag, kann zu einem Pflanzendrink aus Soja mit Vanille-, Schoko- oder Bananengeschmack greifen. Manche Sorten sind mit Calcium angereichert und andere sind in der Light-Version kalorienreduziert. Von allen Pflanzendrinks lässt sich Sojadrink von den Nährwerten her am ehesten mit Milch vergleichen. So hat Sojadrink genauso viel Eiweiß wie Kuhmilch, enthält aber oftmals weniger Zucker und Fett. Mittlerweile gibt es in zahlreichen Cafés und Restaurants Sojadrink als Milchalternative.

Hafermilch

Hafermilch ist dem Sojadrink dicht auf den Fersen und mittlerweile in der Gastronomie und im Handel weit verbreitet. Ob dir Kaffee mit Sojadrink oder Hafermilch besser schmeckt, ist Geschmacksache. Es hängt übrigens vom Hersteller ab, wie gut sich Hafermilch aufschäumen lässt. Hafermilch schmeckt angenehm süß, da sich während der Fermentation die im Haferkorn enthaltene Stärke in Zucker umwandelt. Hafermilch enthält in der Regel weniger Kalorien und ist fettärmer als Kuhmilch. Zudem punktet sie mit ihren ungesättigten Fettsäuren. Der Pflanzendrink aus Hafer ist frei von Cholesterin und enthält je nach Hersteller wertvolle Ballaststoffe. Warum Ballaststoffe gut für deine Gesundheit sind, erfährst du hier.

Reisdrink

Reisdrink punktet mit seinem natürlich süßen Geschmack und kommt in den meisten Fällen ohne zugesetzten Zucker aus. Er fühlt sich von der Konsistenz und dem Geschmack leichter an als beispielsweise Sojadrink oder Hafermilch. Reisdrink enthält weniger Eiweiß als andere Pflanzendrinks, ist dafür aber für alle Menschen gut verträglich. Er ist frei von Soja und Nüssen und enthält kein Gluten. Durch seinen neutralen Geschmack lässt er sich vielseitig einsetzen. Sehr lecker schmeckt Reisdrink in Süßspeisen wie Milchreis. In der Regel wird dafür Vollkornreis gemahlen, gekocht und vermaischt. Diese Mischung wird im Anschluss fermentiert, gefiltert, mit Pflanzenöl versetzt und amulgiert. Rein optisch ist Reisdrink wässriger als andere Pflanzendrinks.

Mandeldrink

Pflanzendrinks aus Mandeln überzeugen mit ihrer milden, leicht süßen und nussigen Note. Auch optisch ist Mandeldrink ansprechend, da er über eine cremige, dickflüssige Konsistenz verfügt. Der reichhaltige Mandeldrink ist gut verträglich, enthält wertvolle Ballaststoffe und viele ungesättigte Fettsäuren. 

Haselnussdrink

Haselnussdrink zählt zu den teureren Pflanzendrinks, besitzt aber ein herrliches Aroma nach Haselnüssen. Am besten verwendest du ihn im Kaffee oder bereitest dir damit einen aromatischen Kakao zu. Auch in Form eines Shakes mit gefrorenen Bananen kommt der besondere Geschmack gut zur Geltung. 

Cashewdrink

Dieser Pflanzendrink punktet mit seiner milden, leicht nussigen Note. Du kannst ihn sowohl zum Kochen als auch Backen einsetzen. Leicht gekühlt schmeckt er auch pur sehr gut.

Macadamiadrink

Die Macadamia zählt als Königin unter den Nüssen und enthält viele ungesättigte Fettsäuren. Dementsprechend ist auch der Pflanzendrink aufgrund des hohen Fettgehalts reichhaltig. Sie lässt sich vielseitig einsetzen, ist aber recht teurer und eignet sich somit am besten zur Verwendung in Heißgetränken wie Latte Macchiato, Kurkuma Chai oder in einem heißen Kakao. 

Hanfdrink

Hanfmilch passt mit ihrem nussigen Geschmack hervorragend zum Müsli oder Porridge. Ernährungsphysiologisch überzeugt der hohe Anteil an essenziellen ungesättigten Fettsäuren. Ein halber Liter pro Tag versorgt dich mit der empfohlenen Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren. Du kannst dir diesen Pflanzendrink auch ganz einfach selber machen, indem du 200 Gramm ungeschälte oder geschälte Hanfsamen im Mixer mit einem Liter Wasser circa drei Minuten lang mixt. Wenn du ihn süßer magst, kannst du ein paar Datteln mit dazugeben. Nun seihst du die Mischung mit einem Mulltuch ab. Mit dem verbleibenden Hanfmus kannst du leckere Gemüsebratlinge zubereiten oder Brot und Kuchen damit verfeinern.

Kokosdrink

Wer den exotischen Geschmack von Kokosnuss mag, sollte diesen Pflanzendrink unbedingt probieren. Kokos Pflanzendrinks enthalten in der Regel weniger als 10 Prozent Kokosmilch oder Kokosfruchtfleisch und sind somit leichter als Kokosmilch. Sie enthalten zwar reichlich Fett, aber zumindest überwiegend gesunde ungesättigte Fettsäure. Kokosmilch hat viel Magnesium und Kalium und überzeugt mit ihrem fruchtig-karibischen Geschmack. Du kannst damit die Kuhmilch im Kaffee ersetzen, leckere Fruchtshakes zubereiten, sie im Müsli genießen oder saftigen Kuchen damit backen. Wenn du den Pflanzendrink selber machen möchtest, ist dies ganz einfach möglich. Gieße dazu einen Liter kochendes Wasser über 200 g Kokosraspeln und mixe sie im Hochleistungsmixer für ungefähr eine Minute. Nach dem Abkühlen kannst du die Mischung mit Hilfe eines Nussmilchbeutels abseihen und in ein sauberes Gefäß geben. 

Lupinendrink

Die Lupine punktet ähnlich wie Hanf mit viel Eiweiß. Meistens stammt die für den Lupinendrink verwendete Süßlupine aus Deutschland. Somit punktet dieser Pflanzendrink mit kurzen Transportwegen. Süßlupinen fungieren als Stickstoffbinder und wirken sich somit positiv auf Ackerböden auf – ein weiterer Grund, um dem Lupinendrink eine Chance zu geben. Neben der puren Variante gibt es den Lupinen Pflanzendrink auch mit Vanille- oder Schokoladengeschmack. 

Weitere spannende Pflanzendrinks

Gerade im Bioladen ist die Auswahl an Pflanzendrinks inzwischen sehr groß. Neben den oben genannten Milchalternativen gibt es auch Pflanzendrinks aus Hirse, Dinkel, Quinoa, schwarzem Reis oder Erbsen. Letzterer ist beliebt bei Sportlern, da er sehr viel Eiweiß enthält und verhältnismäßig wenig Kalorien hat. Manchmal wird den Pflanzendrinks Inulin und Leinöl zugefügt. Somit wird dein Körper neben verdauungsfördernden Ballaststoffen mit gesunden Omega-3-Fettsäuren versorgt. Zudem gibt es zahlreiche Mischformen, beispielsweise Hafer-Soja, Reis-Mandel, Kokos-Mandel, Reis-Kokos, Hafer-Mandel und viele mehr. Manche Pflanzendrinks sind mit wertvollem Calcium oder Omega 3 angereichert. Probiere dich einfach durch das umfangreiche Sortiment, bis du deinen Lieblings-Pflanzendrink entdeckst.

Fazit

Wie du siehst, hast du die Qual der Wahl, wenn es um Milchalternativen geht. Zudem unterscheiden sich die Produkte der einzelnen Hersteller bezüglich ihrer Inhaltsstoffe und Nährwerte. Nicht zuletzt kann es sein, dass dir beispielsweise die Sojamilch von Provamel hervorragend schmeckt, die von Aldi aber nicht – und umgekehrt. Lass dich also nicht entmutigen, wenn du nicht sofort in Jubel ausbrichst, wenn du zum ersten Mal Pflanzendrinks probierst. Es lohnt sich jedoch, dranzubleiben – Pflanzendrinks sind meistens kalorienärmer und werden garantiert tierleidfrei hergestellt. Zudem punkten Pflanzendrinks durch immer wieder neue Geschmacksrichtungen. Langeweile kommt damit garantiert nicht auf! 

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