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Es gibt viele Gründe, die für einen Zero Waste Lifestyle sprechen. Vielleicht ärgerst auch du dich über den Berg an Plastik, der übrig bleibt, wenn du deine Einkäufe zuhause in den Kühlschrank und in die Vorratsregale packst. Während es konventionelle Lebensmittel im Handel manchmal lose gibt, sind Bioprodukte fast nur im Bioladen und auf dem Wochenmarkt unverpackt zu bekommen. Zum Glück denken inzwischen viele Lebensmittelhändler um und markieren Biolebensmittel mit einem Stempel, anstatt sie in Folie einzuschweißen. Immer öfter wird ein Pappkarton verwendet, der von einer dünnen Folie umgeben ist, anstelle eines starren Plastikdeckels. Dennoch stellt sich vielen von uns die Frage, wo sie anfangen sollen, wenn sie sich für den Zero Waste Lifestyle interessieren. Dieser Artikel gibt dir wertvolle Tipps dafür.

1. Zero Waste dank Coffee to Go Becher

Zugegeben: Dieser Trend ist längst in die Köpfe der Menschen gedrungen. Immer mehr Einzelhändler und Coffeeshops verzichten auf den Wegwerfbecher und bieten stattdessen Heißgetränke nur noch in Coffee to Go Bechern an. Wer den eigenen Becher vergessen hat, kann sich oftmals im Laden einen kaufen oder gegen Pfand mieten und in jeder beliebigen Filiale zurückgeben. Wenn wir bedenken, wie viele Kaffeebecher pro Tag nach nur einmaligem Benutzen achtlos im Müll verschwinden, leistet die Anschaffung eines Coffee to Go Bechers definitiv einen Beitrag zum Zero Waste Lifestyle. 

2. Zero Waste dank Edelstahl-Brotbox

Wenn du dir regelmäßig deinen Lunch vom Imbiss um die Ecke holst, solltest du über die Anschaffung einer robusten Edelstahl-Brotbox nachdenken. Damit vermeidest du unnötige Styropor- oder Plastikverpackungen und trägst einen Teil zum Zero Waste Lifestyle bei. Wenn du magst, kannst du das nächste Mal die Papiertüte, die es beim Bäcker gibt, einfach in deiner Tasche aufbewahren und die nächsten Male wieder benutzen. Ein praktischer Begleiter im Rucksack ist ein wiederverwendbares Wachspapier, das sich platzsparend zusammenfalten lässt und bei Bedarf deine belegten Brötchen sicher und geschützt transportiert. Ein Beispiel dafür findest du hier

3. Zero Waste beim Einkaufen

Inzwischen gibt es in fast jeder größeren Stadt einen Unverpackt Laden. Dort bringst du dir selbst Vorratsgläser und andere Aufbewahrungsutensilien mit, die im Vorfeld abgewogen und danach beliebig gefüllt werden können. Du bezahlst natürlich nur den tatsächlichen Inhalt, nicht das Gewicht deines Behälters. Auch Wochenmärkte sind eine gute Möglichkeit, um unverpacktes Obst und Gemüse zu bekommen. Es lohnt sich, stets einen oder zwei Jutebeutel dabei zu haben. Somit kannst du deine unverpackten Einkäufe plastikfrei und komfortabel nach Hause transportieren. Es gibt zudem wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze, die nicht viel Platz wegnehmen und in denen du lose Tomaten, Zwiebeln, Aprikosen und Co. sicher vom Laden nach Hause bekommst. 

4. Zero Waste dank Leitungswasser

Es gibt so viele Menschen, die anstelle von Leitungswasser in Plastik verpacktes Wasser nach Hause schleppen. Dies ist in zweierlei Hinsicht fatal: Zum einen wird für den schweren Transport häufig das Auto benutzt, selbst wenn es nur eine kurze Strecke zum Supermarkt ist. Zum anderen wird dadurch enorm viel Plastikmüll produziert. Dabei zählt das Leitungswasser zu den Lebensmitteln in Deutschland, die am besten kontrolliert und deshalb bedenkenlos getrunken werden können. Wer möchte, kann es zuhause zusätzlich filtern und beispielsweise mit Hilfe von speziellen Wasserkristallen energetisieren. Wenn du dir angewöhnst, stets eine Glas- oder Edelstahlflasche dabei zu haben, bist du auch unterwegs mit dem kostbaren Nass versorgt, da du es beliebig oft auffüllen kannst, beispielsweise in einem Café, an einem Trinkwasserbrunnen oder schlichtweg auf der Toilette.

5. Zero Waste im täglichen Leben

Überlege dir bei der nächsten Anschaffung, ob du sie wirklich benötigst oder eventuell gebraucht bekommen kannst. Schöne Kleidung findest du nicht nur bei H&M, Zara & Co., sondern auch im Second Hand Laden. Anstatt dir immer wieder neue Bücher zu kaufen, kannst du dir eine günstige Jahresmitgliedschaft in der Bücherei holen. Auch DVDs und Spiele lassen sich gebraucht auf dem Flohmarkt oder über Ebay-Kleinanzeigen finden. Und wenn du Werkzeug brauchst, kannst du einfach deine Nachbarn oder Bekannten fragen und es ausleihen. Du hast einen Flug, einen Zug oder ein Konzertticket gebucht? Anstatt das Ticket auszudrucken, kannst du dir den QR-Code auf dem Smartphone abspeichern und bei der Kontrolle vorzeigen. Taschentücher lassen sich wie früher üblich durch waschbare Stofftaschentücher ersetzen. 

6. Zero Waste Körperpflege & Hygiene

Mittlerweile gibt es in jeder Drogerie eine große Auswahl an festen Seifen für die Körperpflege. Immer beliebter werden Haarseifen, die es inzwischen für jede Haarstruktur gibt. Selbst Conditioner ist in Form eines praktischen Seifenstücks zu finden. Feste Produkte sind sehr ergiebig und eignen sich auch gut auf Reisen, wenn du Gewicht sparen möchtest. Darüber hinaus kannst du dir flüssige Produkte im Unverpackt Laden aus großen Containern selbst abfüllen. Immer beliebter werden Zahnbürsten aus dem nachwachsenden Rohstoff Bambus. Eine tolle Ergänzung dazu sind Zahnputztabletten oder Zahnputzpulver. Auch beim Putzen kannst du ganz einfach auf Plastikverpackungen & Co. verzichten, indem du beispielsweise nachhaltige Spülbürsten aus Holz sowie wiederverwendbare, waschbare Spüllappen benutzt. Ein Universalreinigungsmittel kannst du mit wenigen Zutaten selber machen. Hier findest du wertvolle Tipps bezüglich hausgemachten Putzmitteln. 

7. Zero Waste für Frauen

Eine nachhaltige Alternative zu Tampons und Binden sind Menstruationstassen. Darunter ist ein Gefäß aus medizinischem Silikon zu verstehen, das in deinem Körper das Menstruationsblut sammelt. Wenn du das Handling erst einmal heraus hast, wirst du den Mooncup nicht mehr missen möchten. Er ist quasi unsichtbar, was ihn ideal zum Einsatz in jeder Lebenslage macht. Aber auch unterwegs ist er äußerst praktisch, da die Menstruationstasse nur alle 8 bis 12 Stunden geleert werden muss. Da sie in verschiedenen Größen erhältlich ist, eignet sie sich für alle Blutungen, egal ob stark oder schwach. Wenn du bedenkst, dass jede Frau ungefähr 400 Mal im Leben ihre Menstruation hat, kannst du dir vorstellen, dass die Nutzung einer Menstruationstasse einen großen Beitrag zum Zero Waste Lifestyle beiträgt. 

Fazit

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr, was zu einem Zero Waste Lifestyle beiträgt. Damit dich der Schritt zu einem plastikfreien Leben nicht überfordert, kannst du dir nach und nach die einzelnen Schritte vornehmen und dadurch einen immer größeren Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Beobachte eine Weile kritisch, welchen Müll du immer wieder produzierst, und suche nach sinnvollen Alternativen. Statt Plastikstrohhalmen kannst du wiederverwendbare Trinkhalme aus Glas oder Edelstahl verwenden. Papierservietten lassen sich durch Stoffservietten ersetzen, Einweg-Wattepads durch waschbare Wattepads und vieles mehr. Im Internet findest du zahlreiche Zero Waste Blogs, die dir weitere wertvolle Tipps und Anregungen geben. 

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