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Säfte selbst herstellen: Wie du den richtigen Entsafter findest

Ernährung

Von der Saftpresse über einen Zentrifugen-Entsafter bis hin zum Slow Juicer gibt es viele Varianten, um mit einem Entsafter leckeren Saft herzustellen. Doch wie kannst du bei den verschieden Geräten den Überblick bewahren und worauf kommt es beim Kauf an? In diesem Blogartikel erfährst du mehr darüber, wie du den richtigen Entsafter für deine Bedürfnisse findest.

Der Zentrifugal-Entsafter

Zentrifugal-Entsafter sind weit verbreitet. Sie sind relativ preiswert und in jedem Kaufhaus erhältlich. Zunächst wird das Obst und Gemüse mit einem Messer zerkleinert, während sich der Behälter um sich selbst dreht. Dabei werden bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute erreicht. Aus den zerkleinerten Stückchen wird der Saft gepresst. Die Rest, der sogenannte Trester, gelangt in einen speziellen Behälter.

Der größte Vorteil vom Zentrifugal-Entsafter ist die hohe Geschwindigkeit, mit der das Obst und Gemüse entsaftet wird. Du kannst den Saft also recht schnell genießen. Dadurch, dass du größere Mengen in kurzer Zeit herstellen kannst, ist er bei Familien beliebt. Nachteilig ist, dass die Saftausbeute relativ gering ist. Da du grundsätzlich aufgrund der geringeren Belastung Obst und Gemüse aus biologischem Anbau verwenden solltest, macht sich dies auf Dauer im Geldbeutel bemerkbar.

Der größte Nachteil beim Zentrifugal-Entsafter ist, dass bei der Verarbeitung relativ viel Hitze entsteht. Dadurch werden wertvolle Vitamine und Enzyme zerstört. Gerade diese machen frischgepressten Saft jedoch so wertvoll. Da die Schärfe der Messer rasch nachlässt, musst du diese öfters austauschen. Der größte Nachteil des Zentrifugal-Entsafters ist, dass er weder Gräser, Kräuter noch Blattgemüse richtig verarbeiten kann.

Somit scheidet dieser Entsafter im Grunde aus, da gerade durch das im Blattgemüse, in Wildkräutern und im Weizengras enthaltene Chlorophyll gesundheitliche Vorteile erreicht werden. Zudem ist der Zentrifugal-Entsafter aufgrund seiner hohen Drehzahl sehr laut. Durch die schnelle Rotation kommt viel Sauerstoff in den frischen Saft, was zu einer Oxidation führt. Ein weiterer Nachteil ist auch die aufwendige Reinigung. Oftmals werden viele sperrige Einzelteile verwendet, die sich schlecht reinigen lassen. 

Der Slow Juicer

Der Slow Juicer presst Gräser, Kräuter, Obst und Gemüse schonend mit Hilfe von sich langsam drehenden Presschnecken. Der entstehende Trester wird im Anschluss durch ein Sieb gedrückt. Er wird auch Kaltentsafter genannt. Durch den speziellen Pressvorgang gelangen weniger Pestizide vom Pressgut in deinen fertigen Saft. Der großen Einfüllschacht erleichtert das Befüllen des Entsafters.

Der größte Vorteil ist, dass diese Art des Entsaftens Vitalstoffe, Enzyme, Mineralien und Vitamine erhält. Dadurch entsteht ein gesundheitlich wertvoller Saft. Du kannst ihn bis zu 48 Stunden nach der Pressung trinken, ohne dass er seine Vitalstoffe verliert. Angenehm ist auch der wesentlich geringere Geräuschpegel.

Die Drehgeschwindigkeit beträgt beim Slow Juicer maximal 1.400 Umdrehungen. Es gibt auch Modelle mit 80 Umdrehungen pro Minute. Durch die langsame Umdrehungszahl und die glatte Oberfläche der Pressschnecke wird verhindert, dass sich zu viel Hitze bildet oder zu viel Sauerstoff in den Saft gelangt. Somit wird eine unerwünschte Oxidation verhindert.

Oxidation bedeutet, dass bestimmte Inhaltsstoffe des Entsaftungsgutes mit Sauerstoff reagieren. Dies beeinträchtigt nicht nur den Geschmack des Saftes negativ, sondern auch Nährstoffe werden dadurch zerstört. Dadurch, dass sich der Slow Juicer sehr langsam dreht, wird weniger Sauerstoff in den Saft hinein gewirbelt.

Im Gegensatz zum Zentrifugal-Entsafter können im Slow Juicer auch Blattgemüse, Gräser und Kräuter entsaftet werden. Du erhältst zudem wesentlich mehr Saft und holst das Optimale aus dem kostbaren Bio-Obst und Gemüse heraus. Du kannst im Slow Juicer nicht nur frischen Saft herstellen, sondern auch Nudeln, Nussbitter, Nussmilch, Eis und vieles mehr. Somit ist er zeitgleich ein wertvolles Küchengerät. Slow Juicer haben in der Regel lange Garantielaufzeiten und können einfach gereinigt werden.

Er zeichnet sich durch die einfache Bedienung und die perfekte Saftqualität aus. Im Slow Juicer kannst du sowohl weiches, als auch hartes Gemüse und Obst entsaften. Der Slow Juicer ist teurer als ein Zentrifugal-Entsafter und der Entsaftungsvorgang dauert länger. Dafür wirst du jedoch mit einem wesentlich vitaminreicheren Saft belohnt.

Gibt es Unterschiede in der Saftausbeute?

Du erhältst beim Slow Juicer wesentlich mehr Saft als beim Zentrifugal-Entsafter. Zudem sind im Saft mehr Ballaststoffe und ein weitaus höheres Nährstoffprofil enthalten. Während Zentrifugal-Entsafter immer recht einfach zu reinigen sind, lohnt es sich beim Slow Juicer, auf eine Selbstreinigungsfunktion zu achten. Frischen Saft solltest du im Idealfall sofort genießen. Säfte aus dem Slow Juicer halten sich jedoch bis zu 48 Stunden im Kühlschrank, ohne ihre Nährstoffe zu verlieren. 

Welche Alternativen gibt es?

Wenn du überwiegend Zitrusfrüchte auspressen möchtest, kannst du zu einer günstigen Saftpresse greifen. Hierbei nutzt du deine eigene Kraft, um die Früchte auszupressen. Eine weitere Variante ist der Hochleistungsmixer. Leider werden auch hier durch die sich bildende Hitze einige Vitamine zerstört. Bei einem Mixer von guter Qualität hält sich jedoch der Zeitaufwand und somit der Vitaminverlust in Grenzen. Wenn du den Smoothie durch ein feinmaschiges Sieb filterst, erhältst du Saft. Du kannst damit auch cremige Suppen und Smoothies zubereiten.

Vorteile des Slow Juicers auf einen Blick

  • Höherer Saftertrag, das heißt, du holst aus dem Bio-Entsaftungsgut das Optimum heraus
  • Weniger Oxidation
  • Zwei- bis dreimal so nährstoffreich wie Saft aus Zentrifugalentsaftern
  • Mehr Ballaststoffe, worüber sich deine Verdauung freut
  • Saft bleibt bis zu 48 Stunden frisch, ohne Nährstoffe zu verlieren
  • Einfache Reinigung

Worauf kommt es beim Kauf eines Slow Juicers an?

Entscheidend ist nicht, wie viele Umdrehungen der Entsafter pro Minute hat, sondern, wie gut die Flüssigkeit aus den Zutaten extrahiert wird. Wichtig ist, dass sich beim Pressverfahren keine unnötige Wärme bildet und keine Oxidation begünstigt wird. Wichtig ist die Frage, welche Zutaten du primär entsaften möchtest. Obst und Gemüse stellt die wenigsten Slow Juicer vor einer Herausforderung.

Interessant wird es jedoch, sobald grünes Blattgemüse und Gräser wie Weizengras entsaftet werden sollen. Es gibt zwei unterschiedliche Modell-Varianten: Den Horizontal-Entsafter und den Vertikal-Entsafter. Wenn du grüne Säfte liebst, solltest du ein horizontales Gerät bevorzugen. Wenn du hingegen primär Obst entsaften willst, kannst du auch zu einem Vertikal-Entsafter greifen.

Darüber hinaus macht es einen Unterschied, wie oft du frischen Saft pressen möchtest. Gerade, wenn du eine Familie hast und große Mengen zubereitest, wird ein Horizontal-Entsafter auf Dauer besser mit der hohen Belastung zurechtkommen. Wenn du hingegen nur ab und zu Saft zubereitest und dir kleine Mengen ausreichen, sind auch vertikale Entsafter eine gute Wahl.

Horizontale Entsafter

Bei dieser Variante rotieren ein oder zwei Presswalzen in horizontaler Richtung. Dabei wird das Pressgut auf die Walzen gedrückt. Diese sind dafür zuständig, es zu zerkleinern und dann gegen eine Siebplatte zu drücken, um den Saft vom Trester zu trennen. Wenn du dich für einen Entsafter mit Doppelwalze entscheidest, kann das Pressgut sehr fein zerkleinert und mit großer Kraft auf das Sieb gedrückt werden.

Damit sind sämtliche Säfte mit Gräsern und grünem Blattgemüse möglich. Du benötigst etwas mehr Kraft, um die Zutaten für deinen Saft auf die rotierenden Walzen zu drücken. Darüber hinaus ist die Reinigung unter Umständen etwas umständlicher als bei einem vertikalen Modell. Beispiele für Horizontale Entsafter sind der Angel Juicer und der Greenstar Pro.

Vertikale Entsafter

Bei diesen Modellen wird das Pressgut mit einem Messer und einer Presswalze bearbeitet. Die abgetrennten Stücke rutschen in die Presswalze hinunter. Dort werden sie zerquetscht und gegen ein Rundsieb gedrückt. Mit Hilfe eines Abstreifers wird der übrig gebliebene Trester ausgeleitet. Bei den meisten Geräten wird der Saft im Gerät gesammelt und nach dem Entsaften abgelassen. 

Die meisten Modelle ziehen das Obst und Gemüse von selbst hinein, du benötigst also weniger Kraft als bei Horizontalen Entsaftern. Zwar musst du bei dieser Variante etwas geduldiger sein, weil die Zerkleinerung der Zutaten eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und du das Pressgut nicht zu schnell nachfüllen darfst, dafür ist die Reinigung einfacher. Beispiele für Vertikale Entsafter sind der Kuvings EVO 820 und der Hurom HZ.

Fazit

Zwar erhältst du sowohl mit einem Zentrifugal-Entsafter, als auch mit einem Slow Juicer frische Säfte. Aufgrund des Vitaminverlustes ist jedoch ein Slow Juicer empfehlenswert. Zwar ist die Anschaffung teurer und die Zubereitung dauert länger, aber dafür bekommt dein Körper sämtliche Nährstoffe, die er braucht. Auch der höhere Saftertrag ist ein großer Vorteil. Informiere dich vor dem Kauf ausgiebig und vergleiche verschiedene Geräte miteinander. Auch Kundenrezensionen können eine wertvolle Entscheidungshilfe sein.

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