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Zero Waste Küche: 10 hilfreiche Tipps, wie sie dir gelingt

Anleitung

Eine Zero Waste Küche erscheint im ersten Augenblick als Ding der Unmöglichkeit. Schließlich sind fast sämtliche Lebensmittel in Plastik verpackt.

Zum Glück denken immer mehr Supermärkte um und lassen sich umweltfreundlichere Verpackungen einfallen. Sehr begrüßenswert ist beispielsweise das Stempeln von Bio-Obst und Gemüse, anstatt es in Plastik einzuschweißen.

Am besten ist es, wenn du das Thema entspannt angehst. Eine Zero Waste Küche muss nicht von Anfang an komplett ohne Müll auskommen, auch wenn dies langfristig natürlich wünschenswert ist.

Nachfolgend bekommst du zehn wertvolle Tipps, wie dir die Umstellung auf möglichst wenig Müll in der Küche gelingt.

Zusammenfassung: Zero Waste Küche

  • Greife nach Möglichkeit zu unverpacktem Obst und Gemüse und kaufe Grundnahrungsmittel wie Reis, Linsen & Co. in loser Form im Unverpackt Laden, auf dem Wochenmarkt oder in türkischen Lebensmittelshops ein.
  • Anstatt Backpapier lohnt sich die Anschaffung einer Silikon-Backmatte, die hitzebeständig ist und sich einfach abwaschen lässt.
  • Stoffservietten tragen nicht nur zu einem ansprechenden Ambiente bei, sondern sind auch umweltfreundlich, weil du sie nach Gebrauch einfach waschen kannst.
  • Kaufe nur soviel ein, wie du tatsächlich verbrauchst und gehe lieber öfters frisch einkaufen.
  • Statt einer Küchenrolle kannst du zu einem waschbaren Schwammtuch oder zu Mehrweg-Küchenrollen aus Stoff greifen.
  • Bevor Lebensmittel verderben, kannst du daraus eine Mahlzeit kochen und diese einfrieren.
  • Eine nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie sind Mehrwegbehälter oder Bienenwachstücher.
  • Putzmittel kannst du einfach selber machen oder im Unverpackt Laden in eine Glasflasche abfüllen.
  • Gute Alternativen zu Küchenutensilien aus Plastik sind welche aus Holz, Edelstahl, Ton, Emaille, Gusseisen oder Porzellan.
  • Aus deinen Küchenabfällen kannst du mit Hilfe eines Bokashi-Eimers wertvollen Dünger selbst herstellen. 

1. Warum intelligenter Einkauf bei der Zero Waste Küche hilft

Die Zero Waste Küche steht und fällt mit deiner bewussten Einkaufsentscheidung.

Unverpacktes Obst und Gemüse findest du in vielen Supermärkten, im Bioladen, Hofladen und auf dem Wochenmarkt. Grundnahrungsmittel wie Linsen, Reis und Quinoa findest du lose in speziellen Unverpackt Läden und manchmal in türkischen Shops oder auf dem Wochenmarkt. Denke daran, dir entsprechende Vorratsgläser einzupacken.

Wenn du in einer Region wohnst, die umweltfreundliches Einkaufen schwer macht, kannst du in nachhaltigen Onlineshops bestellen. 

Ein sinnvoller Begleiter beim Einkaufen ist ein Stoffbeutel oder ein stabiler Einkaufskorb. Auch wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze leisten für den Transport wertvolle Dienste.

Noch besser ist es natürlich, wenn du dir dein Obst und Gemüse selber anbaust. Dafür reicht schon eine Fensterbank oder ein kleiner Balkon aus. Eine andere Möglichkeit ist ein Mietbeet oder der Anbau im Schrebergarten. 

2. Zero Waste Küche dank Silikon-Backmatten

Ist es nicht müßig, jedes Mal das Backpapier wegzuwerfen, nachdem du darauf beispielsweise Ofengemüse geröstet oder Brötchen aufgebacken hast? Bei letzterem lässt es sich in der Regel nochmal verwenden, aber sobald Öl ins Spiel kommt, sollte es im Anschluss weggeworfen werden.

Eine praktische Alternative zum herkömmlichen Backpapier sind Silikon-Backmatten.

  • Diese sind hitzebeständig und lassen sich nach Gebrauch einfach abwaschen.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass Lebensmittel daran nicht festkleben können.
  • Silikon-Backmatten gibt es in vielen verschiedenen Größen.
  • Sie sind ideal, um Kekse und andere Leckereien abkühlen zu lassen. 

3. Stilvoll tafeln mit Stoffservietten

Gerade, wenn Gäste kommen, tragen Servietten zu einem schön gedeckten Tisch bei.

Aus hygienischen Gründen werden sie im Anschluss oftmals achtlos weggeworfen, weil manchmal nicht klar ersichtlich ist, wer sie benutzt hat und wer nicht. Im Laufe eines Jahres kommt dadurch sehr viel Papiermüll zustande.

Wenn du zu Stoffservietten greifst, schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe:

  • Sie tragen zu einem hochwertigen und ansprechenden Ambiente bei. 
  • Du kannst sie im Anschluss in die Wäsche geben und beliebig oft wiederverwenden.

Bestimmt ist dir im Restaurant schon selbst der Unterschied aufgefallen: Werden Stoffservietten benutzt, entsteht automatisch ein gehobeneres Ambiente als wenn billige Papierservietten zum Einsatz kommen. 

4. Kreative Resteverwertung

Kaufe immer nur so viel ein, wie du tatsächlich verbrauchst. Insbesondere in einem schwer planbaren Alltag ist es sinnvoll, in kurzen Zeitabständen frisch einkaufen zu gehen.

Wenn du öfter spontan zu Grillfesten oder zum Essen eingeladen wirst, kann es sonst sein, dass dir Lebensmittel schlecht werden. Zu einer Zero Waste Küche gehört ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln.

Solltest du einmal zu viel eingekauft haben, kannst du dir eine Mahlzeit zubereiten und einfrieren.

  • Trocken gewordenes Brot lässt sich hervorragend toasten oder in Aufläufen oder Brotsalaten verwenden.
  • Reifes Obst kannst du einfrieren und bei Bedarf zu einem leckeren Smoothie verarbeiten.
  • Obst und Gemüse lassen sich auch gut einlegen, was in früheren Zeiten selbstverständlich war und gerade eine wunderbare Renaissance erlebt.

5. Zero Waste Küche ohne Küchenrolle

Zugegeben: Eine Küchenrolle ist praktisch, um Flüssigkeiten aufzuwischen, Ränder von Kaffeetassen wegzumachen und für unzählige andere Tätigkeiten. Leider produzierst du damit jedoch viel Papiermüll.

Nachhaltiger ist es, stattdessen zu einem Schwammtuch zu greifen. Dieses kannst du nach Gebrauch bei 60 °C waschen und wiederverwenden. Im Anschluss kannst du die Fläche mit einem Geschirrtuch trockenwischen.

Oftmals saugt das Schwammtuch sogar mehr Flüssigkeit auf als eine Küchenrolle. Vielleicht ist es am Anfang ungewohnt, auf den beliebten Alltagshelfer zu verzichten, aber du wirst dich schon bald daran gewöhnt haben.

In plastikfreien Onlineshops findest du zudem Mehrweg-Küchenrollen aus Stoff, die mit hoher Saugfähigkeit punkten und sich nach der Verwendung waschen lassen. 

6. Einfrieren statt wegwerfen

Lebensmittel einzufrieren ist eine super Möglichkeit, um Lebensmittelreste vor dem Verderben zu schützen und auch, um immer eine warme Mahlzeit parat zu haben, wenn du keine Lust auf Kochen hast.

Wenn dir die Zero Waste Küche am Herzen liegt, solltest du dir angewöhnen, statt zum Gefrierbeutel zu Mehrwegbehältern zu greifen.

Manchmal erlaubt es jedoch die Größe des Gefrierfachs nicht und wir müssen zu Plastikbeuteln greifen. In diesem Fall kannst du ihn nach der Verwendung heiß auswaschen und zum Trocknen über den Wasserhahn hängen. So kannst du ihn zumindest öfters verwenden.

Natürlich ist dies mit Aufwand verbunden, der jedoch aufs Jahr gesehen einen echten Unterschied in Sachen Müllproduzierung pro Haushalt macht.

7. Zero Waste Küche ohne Frischhaltefolie

Wie oft greifen wir unbewusst zu Frischhaltefolie oder Alufolie? Egal, ob wir übrig gebliebene Speisen abdecken oder angeschnittenes Obst oder Gemüse verpacken möchten, es gibt in jedem Fall nachhaltigere Alternativen.

  • Ein Topf oder eine Schüssel lässt sich beispielsweise mit einem Teller abdecken und in den Kühlschrank stellen.
  • Du kannst die Speisen aber auch in einen Mehrwegbehälter füllen und angeschnittenes Obst und Gemüse in ein wiederverwendbares Bienenwachstuch packen.
  • Zum Garen von Grillgut kannst du statt Alufolie große Blätter nehmen, beispielsweise Weinblätter.

8. Putzmittel selber machen

Wenn du deine Zero Waste Küche nachhaltig und umweltfreundlich reinigen möchtest, kannst du dir mit wenig Aufwand einen praktischen Universalreiniger selber machen.

Damit kannst du Oberflächen günstig und umweltschonend von Verschmutzungen und Keimen befreien. Du findest im Internet auch Anleitungen für die Herstellung von Spülmittel, Spülmaschinenpulver und Klarspüler.

Alternativ kannst du dir in einem Unverpackt Laden, die es inzwischen in vielen größeren Städten gibt, die gewünschten Putzmittel in Glasflaschen abfüllen. 

9. Setze auf natürliche Küchenutensilien

Es gibt jede Menge billiges Küchenzubehör aus Plastik. Dieses solltest du nicht nur aufgrund deines Vorsatzes der Zero Waste Küche vermeiden, sondern auch, weil sie im Verdacht stehen, gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe an die Lebensmittel abzugeben.

Du findest im Handel hochwertige Alternativen aus Holz, Edelstahl, Ton, Emaille, Gusseisen oder Porzellan, an denen du lange Freude hast. Auch bei Töpfen und Pfannen lohnt sich die Investition in Qualität. 

10. Verwende Küchenabfälle als Dünger

Wie praktisch wäre es, wenn du mit den Abfällen, die in deiner Küche anfallen, deine Pflanzen düngen könntest? Zum Glück ist dies überhaupt nicht schwer.

Sämtliche organische Abfälle lassen sich mit Hilfe eines Bokashi-Eimers in Dünger verwandeln. Diesen kannst du entweder fertig kaufen oder mit wenig Zeitaufwand selbst herstellen

 

Fazit

 

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Wege, die nach und nach zu einer Zero Waste Küche führen. Wichtig ist, dass du dich nicht selbst unter Druck setzt und möglichst perfekt sein möchtest. Jeder kleine Beitrag zählt!

Du kannst dir auch einzelne Tipps heraussuchen, die für dich unkompliziert umzusetzen sind. Wenn du unterwegs bist, kannst du einen wertvollen Beitrag zur Müllvermeidung leisten, indem du Einwegbecher, Kaffeekapseln und Plastikstrohhalme boykottierst.

Wie vermeidest du unnötigen Müll? Verrate uns gerne deine persönlichen Tipps und Tricks in den Kommentaren. Hier findest du mehr zum Thema Zero Waste Lifestyle.

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